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Löschmittel

Etwas kann brennen, wenn es brennbar ist, wenn es heiß genug ist und wenn Sauerstoff zur Verfügung steht. Um ein Feuer zu löschen, kann daher das Feuer vom Sauerstoff abgeschnitten werden und/oder die Temperatur gesenkt werden und/oder der Brennstoff entfernt werden. Dabei ist nicht jedes Löschmittel für jedes Feuer geeignet. Hier sollen die 2 bekanntesten vorgestellt werden: Wasser und Schaum.

Wasser

Wasser ist das am häufigsten eingesetzte Löschmittel. Es hat gegenüber den anderen Löschmitteln viele Vorteile. Wasser ist in der Regel leicht zu beschaffen und lässt sich vergleichsweise leicht transportieren - wenn es sein muss auch über größere Strecken. Es hat auch in den meisten Fällen eine besonders gute Löschwirkung und ist billig. Unter 0°C gefriert Wasser und ist daher bei solchen Temperaturen schwer einsetzbar. Ein Einsatz von Wasser kann aber auch bei Zimmerbränden große Wasserschäden am ganzen Gebäude verursachen.

Vorteile von Wasser:

 - kann sehr schnell viel Wärme aufnehmen,

 - ist geruchs- und geschmacklos, chemisch neutral und ungiftig,

 - lässt sich mit Pumpen und Schläuchen über größere Entfernungen und Höhen transportieren und

 - hat eine hohe spezifische Dichte, die eine große Wurfweite- und höhe ermöglichr.

Nachteile von Wasser:

 - gefriert bei 0°C, dehnt sich außerdem aus und kann so die Ausrüstung beschädigen,

 - reagiert mit manschen chemischen Substanzen heftig,

 - verdampft bei hohen Temperaturen schlagartig, was zur Sichtbehinderung und zu Verbrühungen führen kann und einen Druckanstieg im Brandraum bewirkt,

 - ist elektrisch leitfähig und

 - ist in der Regel nicht für brennende Flüssigkeiten geeignet.

Löschmittel Wasser kommt nicht zum Einsatz :

 - bei Metallbränden

 - Kaminbränden

Unter folgenden Voraussetzungen wird das Löschen mit Wasser sogar zur Gefahr und zwar beim Löschen der Brandklasse

- B (Öle und Fette), Gefahr der Fettexplosion

- C (Gase), Gefahr der Rückzündung

 

 

 Löschwirkung: Die wichtigste Löschwirkung des Wassers besteht in der Abkühlung.

Einige Fahrzeuge der FF Pfedelbach führen das Löschmittel Wasser mit.

LF16/12 Abt. Pfedelbach

 2000 Liter

MLF10/6 Abt. Gleichen

 1200 Liter

LF8/6 Abt. Untersteinbach

 600 Liter

 

Schaum

Der heute im Brandschutz verwendete Schaum ist ausschließlich Luftschaum. Schaum ist das einzige Löschmittel, das nicht in fertiger Form auf Löschfahrzeugen mitgeführt wird, sondern erst an der Einsatzstelle erzeugt werden muß. Schaum besteht im allgemeinen aus drei Komponenten, Wasser, Schaummittel und Luft. Die Wasser / Schaummittellösung kann vorgemischt sein oder erst an der Einsatzstelle durch den Zumischer erzeugt werden. Zu einer gezielten Abgabe des erzeugten Schaums dienen die Schaumrohre.

Unter Zumischung versteht man den prozentuallen Anteil von Schaummitteln an der Wasser / Schaummittellösung. Eine 3% Zumischung bedeutet also, daß die Wasser / Schaummittellösung aus 97% Wasser und 3% Schaummittel besteht. Die übliche Zumischung liegt bei 3%, diese kann aber auch von 1% bis 6% und bei Spezialschaummitteln 10% betragen.

Je nach Art des Einsatzes ist eine andere Schaumart erforderlich. Es gibt: Schwerschaum / Mittelschaum / Leichtschaum.

Die FF Pfedelbach kann Schwerschaum und Mittelschaum mit ihrer zur Verfügung stehenden Ausrüstung erzeugen.

 Löschwirkung: Die Hauptlöschwirkung des Schaums ist das Ersticken, weil die dichte Schaumdecke das Mischungsverhältnis zwischen den brennbaren Gasen und Sauerstoff zerstört.

Löschmittel Schaum kommt zum Einsatz:

 - Abdecken von brennbaren Flüssigkeiten, vorbeugen von Explosionsgefahr.

 - Löschen von Bränden der Brandklassen A und B

 - Bränden von Flüssigkeiten, Benzine, Öle

 - Fluten von Räumen, Kellerräume, Lager 

 

Löschmittel Schaum kommt nicht zum Einsatz :

 - bei Bränden der Brandklasse D

 - bei Bränden von Chemikalien, die mit Wasser heftig reagieren


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